Die Initia­ti­ve KLIMA° vor acht will Fern­seh­sen­der über­zeu­gen, wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Kli­ma­be­richt­erstat­tung zu pro­du­zie­ren und die­se täg­lich zur bes­ten Sen­de­zeit aus­zu­strah­len, um dadurch so vie­le Zuschau­er wie mög­lich zu erreichen.
Der Inha­ber der itcv ist ein Teil des Pro­jekt­teams und hat unter ande­rem wesent­li­che Funk­tio­nen der Web­site gestal­tet, ins­be­son­de­re die Backend-Funk­tio­nen für das Online-Cam­pai­gning. Wir beleuch­ten in die­sem Bei­trag die rele­van­ten Mar­ke­tingaspek­te, die tech­ni­sche Umset­zung sowie recht­li­che Implikationen.

Klima vor acht

Unter dem Begriff Cam­pai­gning ver­steht man den kom­bi­nier­ten Ein­satz von Instru­men­ten aus der inte­grier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on, die sich dazu eig­nen, eine Ver­än­de­rung zu bewir­ken (Quel­le: kuerzeundwuerze.ch). Die Ver­än­de­rung, die KLIMA° vor acht errei­chen möch­te, ist oben bereits beschrie­ben. Um die­sem Wunsch Nach­druck zu ver­lei­hen, bedient sich KLIMA° vor acht unter ande­rem einer gro­ßen Unterstützer:innen-Schar, die wei­test­ge­hend online über die sozia­len Medi­en gewon­nen wird, aber auch über Erwäh­nun­gen in gro­ßen Publikumszeitschriften.
Als zen­tra­le Infor­ma­ti­ons- und Akti­ons­dreh­schei­be dient die eigens zu die­sem Zweck ein­ge­rich­te­te Web­site kli​ma​vor​acht​.de.

In die­sem Bei­trag geht es pri­mär um die inte­grier­ten Online-Campaining-Funktionen:

For­de­run­gen Nach­druck ver­lei­hen: die Unterschriftenliste

Um die ARD zu einer öffent­li­chen Stel­lung­nah­me in Bezug auf das Pro­jekt­ziel zu bewe­gen, hat KLIMA° vor acht das Mit­tel „Offe­ner Brief gewählt. Der offe­ne Brief an den Vor­sit­zen­den der ARD, Tom Buhr­ow, wur­de zu die­sem Zweck auf der Pro­jekt-Web­site veröffentlicht.

Wie kann man nun die Wir­kung eines offe­nen Briefs maxi­mie­ren? Das funk­tio­niert am bes­ten, indem die For­de­run­gen von mög­lichst vie­len und mög­lichst bekann­ten Men­schen unter­stützt wer­den. Die­se sam­melt man am bes­ten in Form einer Unter­schrif­ten­lis­te.

Für lokal begrenz­te Vor­ha­ben mögen Unter­schrif­ten­lis­ten aus Papier sinn­voll sein, mit denen man die Nach­bar­schaft abklap­pert oder sich ein­fach vor dem nächs­ten Super­markt stellt (Hin­weis: am bes­ten mit dem Haus­herrn absprechen).
Bei einem über­re­gio­na­len Pro­jekt geht heu­te jedoch nichts mehr ohne Inter­net! So auch bei KLIMA° vor acht.

Wie läuft eine Unter­schrif­ten­samm­lung via Online-Cam­pai­gning ab?

Der Pro­zess ist in der nach­fol­gen­den Gra­fik dar­ge­stellt. Eins vor­weg: die Imple­men­tie­rung ist eine Sache für Profis!
Schon aus Daten­schutz­grün­den wür­den wir hier nie­mals mit einem Goog­le Doc oder Ähn­li­chem arbei­ten. Eine detail­lier­te Erläu­te­rung der ein­zel­nen Pro­zess­schrit­te fin­den sie unter­halb der Grafik.

Unterschriftenliste

Im Schritt 1 wird dem Besu­cher ein For­mu­lar ange­zeigt, in wel­ches er sei­ne per­sön­li­chen Daten (Name, E‑Mail-Adres­se, …) ein­trägt. Wich­tig ist hier bereits ein Hin­weis auf die zuge­hö­ri­gen Daten­schutz­be­stim­mun­gen, in denen u. A. fest­ge­legt ist, zu wel­chem Zweck die Daten gespei­chert wer­den und für wie lan­ge dies erfolgt (kann auf die Daten­schutz­sei­te de Web­site aus­ge­la­gert wer­den). Die­sen muss der Besu­cher zustimmen.

Als Ant­wort auf den Klick auf den Sen­den-But­ton sieht der Besu­cher eine Bestä­ti­gungs­sei­te (Schritt 2). Die­se ent­hält vor allem Hin­wei­se über das wei­te­re Vor­ge­hen. Außer­dem kön­nen hier zusätz­li­che CTAs (Call-to-Action, Hand­lungs­auf­for­de­rung) unter­ge­bracht werden.
Schritt 3: Par­al­lel ver­sen­det das Sys­tem eine Veri­fi­zie­rungs-E-Mail mit einem Bestä­ti­gungs­link (schließ­lich kann ja jeder die E‑Mail-Adres­se ein­ge­ge­ben haben), den der Besu­cher bei Erhalt ankli­cken muss (Schritt 4), damit sei­ne Unter­schrift tat­säch­lich berück­sich­tigt wird. Das Ankli­cken des Bestä­ti­gungs­links führt zum Öff­nen eines Brow­ser­fens­ters mit einer Bestä­ti­gungs­sei­te. Die­ses Ver­fah­ren nennt sich Dou­ble-Opt-In und wird zum Bei­spiel auch bei einer News­let­ter-Anmel­dung genutzt.
Apro­pos News­let­ter-Anmel­dung: die­se kann man mit der Veri­fi­zie­rungs-E-Mail gleich mit erle­di­gen, indem man dem Emp­fän­ger zwei Bestä­ti­gungs­links anbie­tet (mit/​ohne Newsletter-Registrierung).

Frei­ga­be­pro­zess und abschlie­ßen­de CTA-E-Mail: Die Kür beim online-Campaigning

Wer­den die gesam­mel­ten Unter­schrif­ten auf einer Web­sei­te ange­zeigt, wie dies bei KLIMA° vor acht der Fall ist, emp­fiehlt sich UNBEDINGT ein Frei­ga­be­pro­zess (Schrit­te 5 und 6) auf sei­ten des Betrei­bers (im vor­lie­gen­den Pro­jekt durch soge­nann­te SocialMedia-Administrator:innen rea­li­siert): Es gibt immer ein paar Spaß­vö­gel, die irgend­wel­chen Unsinn in das For­mu­lar ein­ge­ben. Die Pein­lich­keit, dass die­ser Unsinn für Drit­te sicht­bar wird, will sich jedes Cam­pai­gning-Pro­jekt ger­ne ersparen!

Optio­nal bie­tet sich noch der Ver­sand einer abschlie­ßen­den Call-to-action-E-Mail an, in wel­cher der Benut­zer zu wei­te­ren Hand­lun­gen auf­ge­for­dert wird (Schritt 7). In der Regel han­delt es sich dabei um eine Auf­for­de­rung, die Akti­on wei­ter zu ver­brei­ten. Zusätz­lich sind auch ande­re Hand­lun­gen denk­bar. Hier­zu gehört etwa die Auf­for­de­rung, einen Geld­be­trag zu spenden.

Ande­re zum Mit­ma­chen ani­mie­ren: Testimonials

Tes­ti­mo­ni­al bezeich­net in der Wer­bung die kon­kre­te Für­spra­che für ein Pro­dukt, eine Dienst­leis­tung, eine Idee oder Insti­tu­ti­on durch eine (mög­lichst bekann­te) Per­son. Das erhöht die Glaub­wür­dig­keit der Wer­be­bot­schaft. Hin­zu­kommt: Kon­su­men­ten fol­gen den Ent­schei­dun­gen ande­rer Kon­su­men­ten, um eine Ent­schei­dung zu treffen.
Im Umkehr­schluss gilt also: Eine Wer­be­bot­schaft eines Pro­jekts wie KLIMA° vor acht ist deut­lich weni­ger effek­tiv als die Bot­schaf­ten ech­ter Per­so­nen, wel­che die Idee bereits unterstützen.

Tes­ti­mo­ni­als – aber woher?

Las­sen wir den Ein­satz von Geld außen vor, ste­hen hier­für prin­zi­pi­ell zwei Wege zur Verfügung:

  • Geziel­tes Anspre­chen bekann­ter Per­sön­lich­kei­ten, die „zum Pro­jekt pas­sen
  • Auf­for­de­rung an alle Unterstützer:innen in den sozia­len Medi­en, Con­tent zu pro­du­zie­ren und einzusenden

Nach­fol­gend fokus­sie­ren wir auf die letzt­ge­nann­te Variante.

Con­tent-Upload

Als User-gene­ra­ted con­tent (UGC, eng­lisch für „nut­zer­ge­ne­rier­te Inhal­te“, auch als „user-crea­ted con­tent“ bezeich­net) steht für Medi­en­in­hal­te, die nicht vom Anbie­ter eines Medi­en­ka­nals, son­dern von des­sen Nut­zern erstellt wer­den. Denk­bar sind fol­gen­de Inhaltstypen:

  • Video
  • Audio mit Bild
  • Text mit Bild

Die Über­tra­gung vom Nut­zer zum Anbie­ter erfolgt auch hier wie­der über ein geeig­ne­tes For­mu­lar. Durch den Ein­satz moder­ner Web-Tech­no­lo­gien (HTML5, AJAX) lässt sich eine anspre­chen­de Benut­zer­schnitt­stel­le (Fort­schritts­bal­ken für Datei-Upload, etc.) rea­li­sie­ren. Auch dabei sind DS-GVO-Anfor­de­run­gen zu beach­ten (Ver­wen­dungs­zweck, Speicherdauer,…).

Content Upload

Klickt der User auf den Sen­den-But­ton, wer­den die For­mu­lar-Ein­ga­ben in struk­tu­rier­ter Form in einer Daten­bank-Tabel­le und der Con­tent auf dem Ser­ver des Hos­ting-Pro­vi­ders gespei­chert (alter­na­tiv kann der Con­tent auch auf jedem belie­bi­gen Cloud-Spei­cher abge­legt werden).
Eine anwen­der­ori­en­tier­tes Backend erlaubt anschlie­ßend den zustän­di­gen SocialMedia-Administrator:innen die effi­zi­en­te Inau­gen­sch­ein­nah­me des Con­tents sowie gege­be­nen­falls den Con­tent-Down­load und des­sen Weiterverarbeitung.

Download User Generated Content

Mas­sen­ver­sand von E‑Mails: News­let­ter, Transaktions-E-Mails

Bei einem Online-Cam­pai­gning-Pro­jekt möch­te man sei­ne Unterstützer:innen ger­ne auf dem lau­fen­den hal­ten. Hier­zu eig­net sich ein News­let­ter ganz her­vor­ra­gend. Zum The­ma News­let­ter-Ver­sand haben wir bereits einen aus­führ­li­chen Bei­trag ver­fasst (hier).
Nicht zu unter­schät­zen sind aber auch die anfal­len­den Trans­ak­ti­ons-E-Mails. Hier­zu gehö­ren etwa die bereits erwähn­ten Veri­fi­zie­rungs- und CTA-E-Mails.

Mit den im News­let­ter-Bei­trag genann­ten Anbie­tern ist man bis zu einem E‑Mail-Volu­men von ca. 10.000 E‑Mails pro Monat gut bedient.
Geht das Volu­men aber dar­über hin­aus, soll­te man über eine eige­ne Ver­sand­lö­sung nach­den­ken! Klei­nes Rechen­bei­spiel gefällig?

KLIMA° vor acht hat etwa 12.000 News­let­ter-Abon­nen­ten. Allein der Ver­sand eines News­let­ters erzeugt also 12.000 E‑Mails. Hin­zu kom­men die über 19.000 gesam­mel­ten Unter­schrif­ten, die auch jeweils eine Veri­fi­zie­rungs-E-Mail und eine CTA-E-Mail erzeu­gen. Und dann sind da ja auch noch die Veri­fi­zie­rungs-E-Mails für Medien-Uploads.
Ins­ge­samt hat KLIMA° vor acht also weit über 50.000 E‑Mails in einem Zeit­raum von knapp drei Mona­ten verschickt!

KLIMA° vor acht nutzt die von itcv ent­wi­ckel­te E‑Mail-Ver­sand­lö­sung. Die­se kann bei Bedarf meh­re­re Mil­lio­nen E‑Mails pro Monat ver­schi­cken (max. 1.000 E‑Mails /​ Minu­te).

Alles im Blick behal­ten: Moni­to­ring via Dashboard

Bei jedem grö­ße­ren Cam­pain­ging-Pro­jekt ist ein zuver­läs­si­ges Moni­to­ring uner­läss­lich. Hilf­reich ist ein Dash­board, wel­ches die wich­tigs­ten Kenn­grö­ßen (Key Per­for­mance Indi­ca­tors, KPIs) über­sicht­lich dar­stellt und bei Bedarf wei­te­re, detail­lier­te­re Infor­ma­tio­nen zu einem aus­ge­wähl­ten Aspekt anzeigt.

Genau das leis­tet das von itcv in enger Abstim­mung mit KLIMA° vor acht kon­zi­pier­te Dashboard!

Dashboard

Wenn sie die­sen Bei­trag auf­merk­sam gele­sen haben, sind die dar­ge­stell­ten Wer­te weit­ge­hend selbst­er­klä­rend – abge­se­hen von den Twit­ter-Kacheln (unten links). Daher nach­fol­gend ein paar Aus­füh­run­gen dazu.

Auf­grund der Nut­zer­struk­tur ist Twit­ter die wich­tigs­te Social-Media-Platt­form für KLIMA° vor acht. Social­Me­dia-Ver­sand­tools wie zum Bei­spiel Hootsui­te oder Buf­fer stel­len zwar die Kern-Kenn­grö­ßen für alle ein­ge­rich­te­ten Kanä­le (Anzahl Fol­lower, Enga­ge­ments, usw.) zur Ver­fü­gung. Detail­lier­te­re Ana­ly­sen, wie etwa die Fra­ge „wer folgt mir und wel­che Reich­wei­te haben mei­ne Fol­lower? las­sen sich damit aber nicht beant­wor­ten. Ein Klick auf den Bereich der Twit­ter-Kacheln dage­gen schon. Die­ser lie­fert bei­spiels­wei­se fol­gen­de anschau­li­che Tabelle:

Twitter Statistik Reichweite FollowerZudem ist es sehr prak­tisch, wenn ALLE KPIs auf EINER Sei­te dar­ge­stellt sind: Es ist über­sicht­lich und das Öff­nen ver­schie­de­ner Web­sei­ten und Anwen­dun­gen bleibt einem erspart.

Fazit

  • Für Online-Cam­pai­gning-Pro­jek­te ste­hen zahl­rei­che erprob­te Ideen und Mög­lich­kei­ten zur Auswahl. 
  • Ein ent­spre­chen­des Pro­jekt soll­te unbe­dingt sorg­fäl­tig geplant und durch­dacht werden. 
  • Im Rah­men der Pla­nung ist es sinn­voll, auch über die erwar­te­ten Volu­mi­na nach­zu­den­ken. Damit kann dann die Fra­ge beant­wor­tet wer­den, ob eine inte­grier­te Gesamt­lö­sung dem „Zusam­men­kau­fen ein­zel­ner Teil­lö­sun­gen vor­zu­zie­hen ist.

Sie haben Fra­gen zum The­ma Online-Cam­pai­ging? Dann zögern sie nicht, mit uns Kon­kt­akt auf­zu­neh­men. Wir bera­ten sie gerne!

 

 

Die EUROPAEISCHE ENERGIEWENDE Com­mu­ni­ty e. V. ist ein Ver­ein, der sich dem Kli­ma­schutz in allen Lebens­be­rei­chen und der zukunfts­fä­hi­gen Gestal­tung unse­res Lebens­raums ver­schrie­ben. Um die­se Zie­le zu errei­chen, setzt der Ver­ein auf Bil­dung und Aufklärung.
itcv hat dazu den pas­sen­den Web-Auf­tritt gestaltet.

Europäische Energiewende Community e. V. Wei­ter­le­sen


Online­pe­ti­tio­nen waren ges­tern: eine E‑Mail-Kam­pa­gne ist oft wirkungsvoller!
Doch wie orga­ni­siert man eine E‑Mail-Kam­pa­gne? Was macht den Erfolg aus? Und wor­auf müs­sen Sie unbe­dingt ach­ten? Das erfah­ren Sie in die­sem Beitrag.

Wei­ter­le­sen

Ich geste­he. In der ver­gan­ge­nen Woche habe ich mich zum ers­ten Mal mit dem The­ma News­let­ter-Ver­sand beschäf­tigt. In mei­ner bis­he­ri­gen beruf­li­chen Lauf­bahn war das schlicht­weg nicht notwendig.
Für den Neu­start der itcv woll­te ich dar­auf jedoch nicht ver­zich­ten: E‑Mail Mar­ke­ting ist immer noch einer der bes­ten Wege, um eine per­sön­li­che Bezie­hung zur Ziel­grup­pe aufzubauen.
Aber was sind die gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen? Und wie funk­tio­niert der Ver­sand eines News­let­ters in der Praxis?

Wei­ter­le­sen

Die cir­ca 90.000 Sport­ver­ei­ne in Deutsch­land lei­den unter Mitgliederschwund. 
Ein Patent­re­zept, um hier gegen­zu­steu­ern, gibt es nicht. Neben der Schaf­fung bedarfs­ge­rech­ter Ange­bo­te gehört eine ziel­grup­pen­ge­rech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on aber ganz sicher zu den Zuta­ten. Und wenn die Ziel­grup­pe per Social Media kom­mu­ni­ziert, soll­te der Ver­ein das eben­falls tun!

Aber auf wel­cher Platt­form? Wor­auf müs­sen wir dabei ach­ten? Und wie sol­len wir eigent­lich kom­mu­ni­zie­ren? Und vor allem: wer?
Das sind die Fra­gen, die sich die meis­ten Ver­ei­ne im Zusam­men­hang mit Social Media stel­len. Aber kei­ne Sor­ge: Wir von itcv unter­stüt­zen Sie bei der Beant­wor­tung die­ser Fragen!

Social Media Breitensport Verein

Pro­blem­zo­ne Breitensport

In Deutsch­land gibt es knapp 90.000 Sport­ver­ei­ne (Quel­le: DOSB, Sport­ent­wick­lungs­be­richt 2017/​2018). Die Brei­ten­sport­ver­ei­ne unter ihnen haben's heu­te nicht leicht: gesell­schaft­li­cher Wan­del, Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt, "Sport on demand" sind nur eini­ge der pro­ble­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen der heu­ti­gen Zeit.
Zudem füh­ren kon­kur­rie­ren­den Ange­bo­te pri­va­ter Anbie­ter in Fit­ness­stu­di­os und im Inter­net zu einer "De-Insti­tu­tio­na­li­sie­rung": Men­schen trei­ben eher indi­vi­du­ell und fle­xi­bel Sport, statt sich regel­mä­ßig in einem Ver­ein sport­lich zu betä­ti­gen. Dies führt zu Nachwuchsproblemen.

Zudem wird es immer schwie­ri­ger, ehren­amt­li­che Hel­fer und Betreu­er zu orga­ni­sie­ren, ohne die kein Ver­ein lebens­fä­hig ist. Die not­wen­di­ge Unter­stüt­zung, das Inter­es­se und Enga­ge­ment muss jeden Tag neu ein­ge­wor­ben werden.

Was also kön­nen Ver­ei­ne gegen Mit­glie­der­schwund unter­neh­men? Wie bekom­men sie mehr Unterstützung?

Wider dem Mitgliederschwund

Neben Maß­nah­men wie etwa die Eta­blie­rung moder­ner Sport­ar­ten gehört auch ein pro­fes­sio­nel­ler, moder­ner Auf­tritt in der Öffent­lich­keit dazu – und schon sind wir beim The­ma Ver­eins­mar­ke­ting! Aber was umfasst die­ser Begriff eigent­lich? Die fol­gen­de Lis­te ent­hält die wich­tigs­ten Stichworte:

  • Cor­po­ra­te Identity
    Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zept, wel­ches einen ein­heit­li­chen Außen­auf­tritt sicherstellt.
    Wich­tig, um von poten­zi­el­len Nut­zern in der gan­zen Infor­ma­ti­ons­flut wahr­ge­nom­men zu wer­den, die täg­lich auf uns alle einprasselt!
  • Medi­a­wer­bung
    Geschal­te­te (bezahl­te) Wer­bung in Print­me­di­en, Hör­funk, TV oder im Internet
  • Ver­kaufs­för­de­rung /​ Sales Promotions
    Zeit­lich begrenz­te Maß­nah­men, die zu mehr Mit­glie­dern, bezie­hungs­wei­se mehr Kurs­bu­chun­gen füh­ren: Rabatt­ak­tio­nen, Info­stän­de, Ver­kauf von Gutscheinen, …
  • Öffentlichkeitsarbeit/​Medienmanagement
    – Pressearbeit
    – Social Media

Wie der Titel die­ses Bei­trags bereits ver­mu­ten lässt, fokus­sie­re ich nach­fol­gend aus­schließ­lich auf das The­ma Social Media.

Social Media? Wozu soll das gut sein?

Gera­de für Brei­ten­sport­ver­ei­ne ist die Nut­zung von Social Media beson­ders inter­es­sant: dar­über lässt sich ganz her­vor­ra­gend mit den Ziel­grup­pen kom­mu­ni­zie­ren! Ein Ver­ein kann dar­über sehr ein­fach Infor­ma­tio­nen ver­brei­ten und mit Inter­es­sier­ten kom­mu­ni­zie­ren. Ver­schie­de­ne Kanä­le auf den gän­gi­gen Platt­for­men kön­nen mit gerin­gem finan­zi­el­len und per­so­nel­len Auf­wand bespielt wer­den. In den aller­meis­ten Fäl­len dürf­te bereits eine Abtei­lungs­struk­tur exis­tie­ren, so das sich die Kanä­le und die jewei­li­ge Zustän­dig­keit qua­si auto­ma­tisch ergibt.
Zu beach­ten ist jedoch unbe­dingt, dass die Nut­zung von Social Media kei­nen Ersatz für Pla­ka­te oder Fly­er darstellt!

Wel­che Platt­for­men sind relevant?

Es exis­tiert eine Viel­zahl von Social-Media-Platt­for­men. Die regel­mä­ßig durch­ge­führ­te Online-Stu­die von ARD und ZDF ver­mit­telt einen ers­ten Überblick.

Social-Media-Angebote

Schau­en wir nun, wel­che der in der Stu­die für unse­re Zwe­cke geeig­net sind, bezie­hungs­wei­se weni­ger geeig­net sind.

Auf jeden Fall kön­nen wir – abge­se­hen von der Ver­wen­dung für inter­ne Zwe­cken – Whats­App aus­schlie­ßen, da die­se Platt­form pri­mär für die 1:1‑Kommunikation gedacht ist. Whats­App unter­stützt zwar auch Grup­pen. Die­se kön­nen aber über maxi­mal 256 Teil­neh­mer ver­fü­gen. Außer­dem kön­nen die Teil­neh­mer nur durch einen Grup­pen-Admi­nis­tra­tor hin­zu­ge­fügt wer­den. Dafür muss der Teil­neh­mer die­sem zunächst sei­ne Mobil­funk­num­mer mit­tei­len. Das wol­len wir schon aus Daten­schutz­grün­den nicht.

Xing und Lin­kedIn die­nen pri­mär der Ver­net­zung im Busi­ness-Umfeld, daher schlie­ßen wir die­se eben­falls aus.

Bei Snap­Chat sind Fotos und Vide­os nur bis zu 24 Stun­den sicht­bar. Das ist für uns nicht brauchbar.

Twitch ist ein Live-Strea­ming-Video­por­tal, das vor­ran­gig zur Über­tra­gung von Video­spie­len genutzt wird – auch nicht das, was wir wollen.

Die Ver­brei­tung von Twit­ter und Tik­Tok ist uns (noch) zu gering – wes­halb wir uns letzt­end­lich auf Face­book und Insta­gram fokussieren.

Eine wei­te­re hilf­rei­che Gra­fik stellt die Nut­zung der für uns wich­tigs­ten Platt­for­men abhän­gig vom Alter dar. Die Daten stam­men eben­falls aus der oben genann­ten Studie.

Nutzung Social-Media nach Alter

Wir kön­nen dar­aus schlie­ßen, dass wir mit Insta­gram vor allem jün­ge­re Ziel­grup­pen errei­chen. Für alle ande­ren Ziel­grup­pen ist Face­book die Platt­form der Wahl.

Was genau wol­len wir errei­chen? Bei wem? Und wie?

Nach­dem wir geklärt haben, wel­che Platt­for­men für einen Brei­ten­sport­verin rele­vant sind, müs­sen wir nun noch fol­gen­de Fra­gen beantworten:

  • Was genau wol­len wir mit dem Social-Media-Auf­tritt erreichen?
    Typi­sche Zie­le sind hier bei­spiels­wei­se die Akqui­se neu­er Mit­glie­der oder die Erhö­hung der Awa­reness, also der Wahr­neh­mung des Ver­eins "von außen". Alle Zie­le müs­sen hier erfasst und nach Prio­ri­tät geord­net wer­den, damit nach­fol­gend rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen getrof­fen werden.
  • Wel­che Ziel­grup­pen müs­sen wir zur Errei­chung der Zie­le ansprechen?
    Mit­un­ter ist es hilf­reich, an die­ser Stel­le soge­nann­te Buy­er Per­so­nas zu kre­ieren. Dadurch erhält die Ziel­grup­pe ein Gesicht. Das ver­ein­facht die Über­le­gun­gen bei der Beant­wor­tung der fol­gen­den bei­den Fragen.
  • Wel­che Platt­form ist die rich­ti­ge für die jewei­li­ge Zielgruppe?
  • Wor­an ist die Ziel­grup­pe interessiert?
    "Der Wurm muss dem Fisch schme­cken, nicht dem Angler."
  • Wel­che spe­zi­fi­schen Con­tent-Kate­go­rien soll es geben?
    Die­se Fest­le­gung kann zum Bei­spiel the­ma­tisch (nach Abteilung/​Sportart) erfolgen.
  • Wie ent­steht der Content?
    Für die Pro­duk­ti­on von Con­tent braucht es Infor­ma­tio­nen (z. B. Ort & Tag einer Ver­an­stal­tung), Medi­en­da­tei­en (Bil­der, Vide­os) und vie­les mehr. Die­se Daten benö­tigt der­je­ni­ge, der den Con­tent pro­du­ziert und einstellt.
    In den meis­ten Ver­ei­nen kann ver­mut­lich die Vor­ge­hens­wei­se bei der Erstel­lung von News-Bei­trä­gen (für die Web­sei­te) oder des monat­li­chen News­let­ters als Basis dienen.
  • Wer ist letzt­end­lich für den Con­tent verantwortlich?

Workshop

Die Pra­xis hat gezeigt, dass sich die­se Fra­gen am bes­ten im Rah­men eines Work­shops mit den betrof­fe­nen Ver­eins­mit­glie­dern beant­wor­ten lassen.
Die anschlie­ßend zu erstel­len­de Doku­men­ta­ti­on der Work­shop-Ergeb­nis­se dient als Nach­schla­ge­werk für die Ver­ant­wort­li­chen und stellt außer­dem eine Ent­schei­dungs­hil­fe für den Ver­eins­vor­stand dar.

Ger­ne füh­ren wir einen ent­spre­chen­den Work­shop auch in Ihrem Ver­ein durch, wenn Sie jetzt Kon­takt mit uns auf­neh­men.

Mehr Social Media, mehr Infor­ma­ti­on, mehr Pra­xis­tipps: Ab sofort hal­ten wir Sie auch via Twit­ter über Aktu­el­les zu den The­men Daten­schutz und Daten­si­cher­heit auf dem Lau­fen­den. Dane­ben dis­ku­tie­ren wir natür­lich auch wei­ter­hin in unse­rem Blog und auf Face­book span­nen­de The­men – und freu­en uns auf Ihr Feed­back!
Damit haben wir aber noch nicht fer­tig! Hier ein Über­blick über unser umfas­sen­des Informationsangebot.

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